Einführung

Die Schmetterlingstramete ist kein Speisepilz. Dafür ist sie viel zu zäh. Der einjährige Pilz wächst gern auf Baumstümpfen oder abgestrorbenem Holz und erzeugt darin eine Weißfäule. Er ist in der Lage die 2 wichtigsten Holzbestandteile Cellulose und Lignin abzubauen. Cellulose, ein aus unzähligen 
Zuckermolekülen aufgebautes Polysaccarid, ist der Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände. In Pflanzen oder Bäumen enthält sie die Stützsubstanz und besitzt zudem eine bemerkenswerte Festigkeit.  Diese Festigkeit wird durch Einlagerung von Lignin noch weiter erhöht und führt zu den bemerkenswerten Materialeigenschaften des Werkstoffes Holz. Es besitzt bei niedrigem Gewicht, eine erstaunlich hohe Festigkeit und Flexibilität. Durch den Abbau von Cellulose und Lignin imnfolge der Weißfäule verliert das Holz seine Festigkeit, bleicht weißlich aus und wird im laufe der Zeit derart mürbe, das der baum bei Sturm oder sein Eigengewicht zusammenbricht. Was im Falle von Nutzholz unerwünscht ist und verhindert werden muss, ist für einen funktionierenden Naturhaushalt von außerordentlicher Bedeutung. Es ist wichtig das es Organismen gibt, die in der Lage sind, Holz abzubauen. Andernfalls würden abgestorbene Bäume praktisch nicht verrotten und die in ihnen gespeicherten Nährstoffe bleiben dauerhaft dem lebensnotwendigem Stoffkreislauf entzogen. Nur bestimmte Pilze und Bakterien sind zum Abbau von Holz befähigt. 
Zu diesem Zwecke produzieren sie spezielle Enzyme, die auch technologisch zunehmende Bedeutung erlangen.
Allerdings ist die Schmetterlingstramete nicht nur technologisch interessant,
sondern besitzt auch eindeutige medizinische Qualitäten, die nachfolgend beschrieben werden.

Medizinische Verwendung

Die Schmetterlingstramete wird vor allem in China, aber auch in weiteren asia-
tischen Ländern aufgrund ihrer immunstimmulierenden Polysaccaride und ihrer
Verwendung in der begleitenden Krebstherapie seit Langem intensiv untersucht.
In den letzten Jahrzenten wurden Hunderte klinische Studien in Asien durchgeführt. Sie zeigten den positiven Einfluß des Pilzes auf das Immunsystem und bei der Behandlung von Krebserkrankungen.
Die TCM nutzt den Heisswasserextrakt und Tee aus den Fruchtkörpern schon seit Jahrhunderten. Ihr zufolge wirkt der Pilz vorallem über eine positive Beeinflußung der Organe, Leber und der Milz. Er wird zur Entgiftung, Stärkung des Immunsystems und als Stärkungsmittel für den gesamten Organismus angewandt. Außerdem wird er bei einer Vielzahl von Krebserkrankungen, chronischer Hepatitis und Infektionen der oberen Luftwege und des Verdauungstraktes eigesetzt. Des Weiteren bei Wunden und Entzündungen aller Art, insbesondere aber wenn Darm, Leber, Prostata, Eierstöcke oder die Haut betroffen sind (Ying et al. 1987). Wie man aus vielen Untersuchungen mit Krebszelllinien in vitro weiß, wirken die Extrakte aus dem Pilz erstaunlich selektiv auf die entartenden Zellen, wohingegen normale Körperzellen weitergehend unbeeinflusst bleiben (Chu et al. 2002). mittlerweile hat auch die Wissenschaft den großen medizinischen Wert des Pilzes erkannt. 
Der Schmetterlingsporling ist vermutlich der am besten untersuchte Pilz überhaupt und es gibt inzwischen eine unübersehbare Flut an Publikationen und Patienten. Aufgrund seines vielfältigen medizinischen Einsatzes werden der Pilz bzw. sein Myzel seit etlichen Jahren in Gärtanks in großen Mengen und unter kontrollierten Bedingungen gezüchtet. Natürlichwachsende oder gezüchtete Fruchtkörper und gezüchtetes Myzel aus Gärtanks werden bezüglich ihrer medizinischen Wirksamkeit überwiegend als gleichartig angesehen.
Viele Jahre hat sich die Forschung mit der Selektion und Vermehrung leistungsstarker Pilzstämme beschäftigt, um die Gehalte an bestimmten Inhaltsstoffen zu optimieren. Auf dem Myzel einen solchen, definierten Pilzstammes stellt man in Japan seit den 1970er Jahren ein Medikament mit Handelsnamen "Krestin" her. Die Wirkkomponente ist eine spezielle, vielfach verzweigte Zuckerverbindung (Polysaccarid) die als PSK = Polysaccarid K bzw.
Kureha bezeichnet wird. Ausführlich mit PSK beschäftigte sich die Publikation von Sakagami et al. (1993). In den frühen 1980er Jahren entdeckte man weitere interessante medizinische Verbindungen, darunter eiweißgebundene Polysaccaride (PSP = Polysaccarid Peptid) (Ng 1998).
Krestin wird vorallem als Immunstimulans in der krebstherapie eingesetzt und erwirtschaftet 100 Millionen Dollar jährlich. Die Wirkungen von PSK und PSP sind durch viele wissenschaftliche Studien belegt. Bezüglich der Verabreichung ist die Tatsache von Vorteil, dass die Präparate auch geschluckt werden können.
Vorallem im Tierversuch erfolgte auch die Verabreichung durch Einspritzung in das Bauchfell, was augenscheinlich zu einer schnelleren Immunantwort als die orale Einnahme führt, PSK agiert als Radikalfänger und wirkt antioxidativ, das vermutlich für die krebsvorbeugende Wirkung verantwortlich ist (Fischer et al. 2002). Des Weiteren mindert es Schäden am DNA Molekül, die durch Chemikalien verursacht werden, was man als antimutagene Wirkung bezeichnet (Kobayashi et al. 1995). Offenbar beeinflußt der Polysaccaridextrakt bösartige Zellveränderungen auf verschiedenen Wegen. Im Tierversuch hemmt die Anlagerung, Wanderung und Beweglichkeit von Krebszellen. Außerdem hemmt er die Angiogenese, also die Ausbildung von Blutgefäßen für die Versorgung des Tumorgewebes (Ooi et al. 2000). Aus Versuchen mit verschiedenen Krebszelllinien weiß man darüber hinaus, daß PSK das zelleigene Selbstmordprogramm (Apoptose) aktiviert (Zhang et al. 2003).
Trotz alledem darf nicht vergessen werden, dass bis heute eine vollständige Heilung weder durch eine konventionelle Krebstherapie noch mittels naturheilkundlicher Verfahren in vielen Fällen immer noch nicht möglich ist.
Werden konvetionelle Therapien aber mit Polysaccariden kombiniert, kommt es überwiegend zu einer Verlängerung der symptomfreien Zeit und die Überlebensdauer insgesamt wird erhöht. Vor dem Hintergrund ihrer Fähigkeit, ein geschädigtes Immunsystem wieder zu regenerieren, wird schnell klar, warum.
Viele Krebspatienten sterben nicht an der Krebserkrankung selbst, sondern an Inklomplikationen des geschädigten Immunsystems und weiteren Nebenwirkungen, die durch Chemie oder Strahlentherapie hervorgerufen werden. Chu et al. (2002) gibt eine Übersicht über klinische Studien im Zusammenhang mit PSK und PSP bei verschiedenen Krebserkrankungen. Ausführliche Hinweise zur Wirkweise, eine Auflistung und Vergleich klinischer Studien mit beiden Pilzextrakten finden sich auch in dem Review der Universität of Texas M.D.Anderson Cancer Center (2010). Selbsvertretend für andere sei hier auf eine Phase 2 Studie an verschiedenen Kliniken in Shanghai unter der Leitung von J.X.Liu vom Institute of Chinese Medicine of Ministry of Public Health im Jahre 1992 verwiesen. Daran nahmen insgesamt 485 Patienten mit Krebs der Bauchspeicheldrüse, des Magens und mit primären Lungenkrebs in verschiedenen Krankheitsstadien teil. Die vorgenannten Krebsarten weisen vergleichweise schlechte Heilungschancen auf. 274 Patienten erhielten nach der Doppelblindmethode (werder Patienten noch Bahandler wissen, ob ein zu testendes Medikament oder ein wirkungsloses Placebopräparat eingesetzt wird) zusätzlich zu einer herkömmlichen Chemo oder Strahlentherapie entweder PSP entweder in Kapselform oder ein Placebo. 211 erhielten den Pilzextrakt zusätzlich zur herkömmlichen Therapie und wussten dies auch.
Die Ergebnisse zeigen eine eindeutige Verbesserung der Lebensqualität, der Immunfunktion und Blutwerte. Bei der begleitenden Medikation mit PSP prfofetierten 83% der Behandelten im Vergleich zu lediglich 45% der Kontrollgruppe. Die erwähnten Polysaccaridextrakte wirken unterstützend bei einer ganzen Reihe von bösartigen Krebserkrankungen (Magen, Bauchspeicheldrüse, Darm, Lunge, Mund und Rachenraum, Brust etc.),
jeweils mit wechselnder Effektivität. Ikuzawa et al. 1988 und Kidd 2000.
Beide stärken stärken das körpereigene Immunsystem in dem sie die Zahl spezieller weisser Blutkörperchen (Leukozyten), beispielsweise von Lymphozyten und Makrophagen (Fresszellen) erhöhen und ihre Aktivität steigern. Darüber hinaus kommt es zu einer Zunahme der Cytokine (Interferone, Interleukine, Tumornekrosefaktoren und Chemokine). Diese proteinogenen Verbindungen regulieren das Wachstum und die Differenzierung von Zellen und haben außerdem steuernde Aufgaben bei Immunreaktionen. In der Folge kommt es zum
Absterben von Krebszellen. Desweiteren hemmen sie die Bildung von Metastasen (Tochtergeschwülsten). Hierfür ist möglicherweise die Eigenschaft von PSK verantworlich, Metalloproteinasen und andere Enzyme zu hemmen, die deren Bildung auf molekularer Ebene fördern. Ein weiterer Punkt betrifft ihre Fähigkeit, die nur ungenügend differenzierten Krebszellen wieder in normale Zellen zu verwandeln oder das zelleigene Selbstmordprogramm anzuschalten.
Zu den vorgenannten Punkten siehe Fischer et al. (2002). Arbeiten von Chan et al. (2006) mit Zellkulturen und im Tierversuch legen nahe das die Gabe der Polysaccaride mit Chemotherapeutika wie Cyclophosphamid ihre Effiziens verstärkt. Es erscheint nicht unwahrscheinlich, dass dies auch für andere Wirkstoffe gilt. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Untersuchungen von Shiu et al. (1992). Die Wissenschaftler verabreichten 11 Brustkrebspatienten Zytostatatika (Epidoxorubicin und Cyclophosphamid) in Kombination mit PSP. Die Anwendung erfolgte noch vor Beginn der Chemotherapie und wurde auch in deren gesammten Verlauf beinhalten. Dieses Vorgehen hatte zur Folge, dass es nach 3 Therapiezyklen nicht zum übelicherweise beobachteten Absinken der weißen Blutkörperchen und Blutplättchen kam. Die Hälfte der Teilnehmerinnen konnte sogar einen gesteigerten Appetit feststellen. Interessanterweise zeigen Studien an Tieren, dass der Immunstimmulierende Effekt des Pilz erst auftritt, wenn das Immunsystem durch eine Krebserkrankung bzw. durch eine daraufhin
applezierte Chemotherapie beeinträchtigt ist (Chu et al. 2002). Dabei sind die aus dem Pilz gewonnenen Stoffe weitgehend frei von gravierenden Nebenwirkungen und beeinflussen nach derzeitigem Stand der Forschung auch nicht die Wirksamkeit gleichzeitig eingenommener Arzneimittel.
1989 publizierten die beiden Wissenschaftler Jong und Donovick vom amerikanischen National Cancer Institut eine ausführliche Übersicht Pilzinhaltsstoffe mit antiviraler Antitumorwirkung. Darin beschreiben sie die nachweisliche Wirksamkeit von PSK und PSP bei der Behandlung zweier aggressiver Tumorerkrankungen (Ehrlich Karzinom und Sarkom 180) bei der Maus. was außerdem auffiel, war das Fehlen der üblicherweise beobachteten schweren Nebenwirkungen der konvetionellen Chemotherapie. Bis heute erklärte nwissenschaftliche Studien die bereits gemachten Befunde und belegen außerdem die immunstimmulierende und antibakterielle Wirkung der beiden Verbindungen. Eine weitere Eigenschaft von PSK und PSP ist die antivirale Wirkung. Aus diesem Grund setzt man sie zur Grippevorsorge, ebenso wie zur begleitenden Therapie von Hepatitis, Herpes und HIV Infektionen ein
(Collins et al. 1997, Donatini et al. 2004). Im Falle der HIV Infektion spielt wahrscheinlich spielt wahrscheinlich die stark immunstimmulierende Wirkung der Präparate eine Rolle. Dieser Effeckt schützt bis zu einem gewissen Grad vor opportunistischen Infektionen, die durch natürlich im Körper vorhandene Bakterien, im Körper schlummernde Viren und Candida Pilze im Darm ausgelöst werden. Die antivirale Wirkung könnte auch eine Rolle bei der Krebsvorbeugung spielen. bei immer mehr Krebserkrankungen erhärtet sich der Verdacht einer Beteiligung von Viren. Beispielsweise weiß man, dss fast 90% aller Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses im Zusammenhang mit einer Infektion mit Humanen Papilloma Viren (HPV) stehen, insbesondere durch die Typen HPV-16 & HPV-18. Weitere Beispiele sind Infektionen mit dem Eckstein Barr Vrus (EBV) und chronischen Virushepatitis. Erste erhöht das Risiko an einem Lymphom zu erkranken, letztere vervielfacht das Risiko einer Lebererkrankung. Weitere Information liefert die Publikation von Monroe et al. (2008). Die Autoren beschreiben außerdem die Wirkung des Pilzextrakts "Coriolus MRL" das unter Verwendung des Pilzstammes CV-OH1 unter kontrollierten Bedingungen hergestellt wird. Das Präparat wurde zur Behandlung von 30 Patienten eingesetzt, die nach internationalen Diagnosekriterien unter dem Chronique Fartique Syndrom (CFS) litten. Die Erkrankung deren Ursache immer noch im Dunkel liegt, ist durch eine lähmende körperliche und geistige Erschöpfung gekennzeichnet, es gibt Hinweise darauf, das an ihre Entstehung Viren, wie das EPS oder das Herpes Virus und bakterielle Erreger beteiligt sind. 
Bei der Studie wurden 8 immunologische Parameter gemessen. Die Patienten erhielten in einer Initialphase von 15 Tagen täglich 6 Tabletten des Präparates.
Anschließend für weiter 45 Tage 3 Tabletten täglich. Bei den meisten der Patienten konnte ein Anstieg der T-ZELLEN beobachtet werden.
Ausführliche Information antiviraler Wirkung der Heilpilze, darunter Schmetterlingstramete, finden sich bei Brandt et al. (2000).
Meyer et al. (1980)zeigten bei Versuchen mit Mäusen, dass die Verabreichung von PSK ein breites Spektrum pathogener Bakterien sowie Pilze wirksam ist. 
Dabei war die Einspritzung in die Bauchhöhle der oralen Verabreichung überlegen. Letztere führte erst nach etwa 2 Wochen zu spürbaren Effekten.
Für die antimikrobielle Wirkung sind wahrscheinlich 3 Mechanismen verantwortlich. Erstens die Aktivierung der Granulozyten, also besonderen Immunzellen, die bei der Abwehr der Bakterien helfen, zweitens die Bildung von Cytokinen und drittens die Aktivierung des sogenanntenMyeloperoxidasesystems (Sakagami et al. 1993). 
Ng et al. (1997) beschrieben einen analgetischen Effekt des Pilzextraktes. Außerdem schützt PSP die Leber von Ratten vor der schädlichen Wirkung des Schmerzmittels Paracetamol (Yeung et al. 1995).
PSK und PSP werden im Allgemeinen gut vertragen, beide Extrakte erwiesen sich auch bei täglicher oraler Einnahme über einen längeren Zeitraum als sicher. In Einzelfällen wurde von Dunkelfärbung der Fingernägel berichtet
(Kidd 2000). Nach Angaben des japanischen Minesteriums für Gesundheit in Tokio (1980) berichteten lediglich 114 von 11.300 Krebspatienten über Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme mit PSP. Dabei handelte es sic hhauptsächlich um Magen Darm Beschwerden wie Durchfall oder Erbrechen.
Allerdings ist in Anbetracht der Schwere der Grunderkrankung und Vielzahl der angewandten Therapien nicht sicher, ob dafür ausschließlich der Polysaccaridextrakt verantworlich war. Untersuchungen mit dem Ames Test förderten keine mutagenen Eigenschaften zutage (Kobayashi et al. 1993). Vorteilhaft ist die Eigenschaft beider Präparationen, keine Interaktion mit speziellen Leberenzymen zu zeigen, die am Abbau der meisten Chemotherapeutika beteiligt sind (Fischer et al. 2002). Selbst nach einer mehrmonatigen Behandlung mit Dosierungen, die nekrotische Veränderungen an Tumorzellen zeigten, rief PSP keine Schäden an den Organen von Mäusen mit Tumoren hervor. Auch fruchtschädigende Wirkungen ließen sich bei Mäusen nicht nachweisen (Ng 1998).
Trametes gibbosa syn. Daedalea gibbosa & Lenzites gibbosa :
Untersuchungen von Czarnecki et al. (1995) mit Ratten weisen darauf hin, dass Polysaccaride (Glucane) entzündungshemmend und stark gefäßschützende Eigenschaften besitzen.
Zwei Publikationen (Ren et al. 2006, Ohtsuka et al. 1973) zeigen außerdem krebshemmende Wirkung von Extrakten aus der Buckeltramete. 2008 konnte Yassin et al. zeigen, dass der Dichlormethangewonnene Extrakt aus der Buckeltramete die Aktivität eines speziellen Enzyms (AB1-Kinase) hemmt.
Der Wirkstoff Imatinib (Glivec), der zur Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie eingesetzt wird, ebenfalls über die Hemmung diese Enzyms. Die Wissenschaftler wiesen mit der Krebszellinie K562, die als Model für obige Blutkrebserkrankung dient, die Effektivität des organischen Pilzextraktes nach. Der Methanolextrakt des Pilzes übt auch eine leichte Hemmwirkung auf die reverse Transkripase des HI-Virus aus (Milinaric et al. 2005). Auch Liu et al. (2004) beschäftigten sich mit der Hemmwirkung des Pilzes auf das für die Virenvermehrung essentielle Enzym. Wie Hirose et al. (1987) bereits zeigen konnten, besitzt dieses auch das Peptidoglycan PSK.
Der Heißwasserextrakt des Pilzes wirkt als starker Hemmstoff beim Abbau und der Phosphorylierung Hemmprotein kB. Dieses Protein steht in einer komplizierten Wechselwirkung mit dem Transkriptionsfaktor NF-kB, der letztendlich Gene aktiviert, die Entzündungsreaktionen hervorrufen und viele zelluläre Prozesse beeinflussen, Hierzu gehören auch solche, die das Selbsmordprogramm von Krebszellen ausschalten und zu einer Resistenz gegenüber Chemotherapeutika führen. Eine ausführliche Beschreibung findet sich bei Petrova et al. (2008).
Eshgi et al. (2011) zeigten die Fähigkeiten der Buckeltramete organische Farbstoffe wirkungsvoll abzubauen.
Quelle : Jürgen Guthmann, aus dem Buch : Heilende Pilze